Ein paar Tips zu Cinelerra, Ubuntu und Mplayer

Screenshot: Cinelerra

Screenshot: Cinelerra

Ein paar Tips zu Cinelerra, Ubuntu und Mplayer:

Obwohl das momentan fast unmöglich scheint (libquitcktimehv3 stösst bei “normaler” Installation von Cinelerra auf unresolved symbols), besitze ich durchaus einen Rechner, auf dem Mplayer und Cinelerra unter Ubuntu “Feisty” laufen. Cinelerra ist als 32bit-Binary (i686) aus der üblichen Quelle (kiberpipa) installiert, mplayer ist samt den zusätzlichen Codecs (und noch ein paar mehr) von Hand nach /usr/local compiliert. Der Install von Mplayer geht relativ problemlos von statten, notwendige -dev Pakete habe ich gegebenenfalls anhand der Fehlermeldungen von ./configure nachinstalliert, bis ./configure und make erfolgreich durchgelaufen waren – allerdings sollte zu diesem Zeitpunkt Cinelerra noch nicht installiert sein.

Diverse Player und Editoren (insbes. solche unter nicht-POSIX-konformen “Betriebssystemen”, die meist als unerwünschte Dreingabe mit dem PC geliefert werden) stellen sich dumm, wenn sie mit Cinelerras MJPEG-Codec konfrontiert werden. Dies ist besonders ärgerlich, wenn man einen Clip zB schnell noch einmal mit Virtual Dub nachpolieren, bzw. mit OpenTZT oder Resolume in den Set aufnehmen möchte. Abhilfe schafft der folgende Trick:

  • Falls das Verzeichnis /usr/lib/win32 nicht vorhanden ist, die “essential Codecs” herunterladen, auspacken und nach /usr/lib/win32 kopieren.
  • ln -s /usr/lib/win32 /usr/lib/codecs (eigentlich sollten die Codecs unter /usr/lib/codecs sein, trotzdem suchen die meisten Programme immer noch unter /usr/lib/win32 danach)
  • die Partition mit dem schlimmen Betriebssystem mounten (Feiglinge dürfen auch rebooten, und die nachfolgend beschriebene DLL auf einen USB-Stick kopieren, per e-Mail an sich selbst senden oder gar im Internet danach suchen…) und nach einer Datei namens iccvid.dll suchen und nach /usr/lib/win32 kopieren
  • von nun an lassen sich MJPEG-Videos mittels mencoder -ovc vfw -nosound -xvfwopts codec=iccvid.dll -o altes_video.avi neues_video.avi in Cinepak-Komprimierung umwandeln.
  • FPS und Grösse des Endproduktes kann man entweder auf dem Zielsystem mit Virtual Dub nachkorrigieren, oder gleich mit mencoder und den Optionen -ofps XX (zB.: XX=25 oder XX=30 für die Framerate) und -vf scale=XXX:YYY (zB.: 320:240) anpassen.

Ein “Hängenbleiben” von Cinelerra beim Rendern von Ausschnitten liegt oftmals daran, dass die “Loop Playback”-Option (Shift-L) aktiv ist – das klingt ziemlich trivial, aber ich bin jahrelang darauf
hereingefallen und bei den Entwicklern scheint das auch noch niemandem aufgefallen… und ich schreibe nicht schon wieder einen Bug-Report!

links: Virtual Dub OpenTZT Cinelerra MPlayer

Der Autor ist nicht nur ein grosser Schlaumeier, wenn’s um’s Theoretisieren geht, sondern ein noch weit besserer VJ, Es gibt tatsächlich Leute, die behaupten, der beste überhaupt. Man kann ihn trotzdem noch gerne buchen

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