Simulierte Hinrichtungen, Pornomontagen, Drohungen: Das Mobbing von Lehrern im Internet nimmt nach Angaben von Pädagogen “beängstigende Ausmasse an. ” Inzwischen gibt es in Deutschland wohl keine weiterführende Schule mehr, die nicht schon negative Bekanntschaft mit dieser neuen Tendenz, Lehrer anonym im Internet zu mobben, gemacht hätte, sagte der Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbands, Heinz-Peter Meidinger, am Montag in Berlin. Immer häufiger suchten Pädagogen, die von ihren Schülern diffamiert wurden, Rechtsschutz des Verbandes. Die bekanntgewordenen Beispiele seien nur die Spitze des Eisbergs.

(Archivbild: www.ax11.de)
So lautete es heute -dank einer dpa-Meldung- unisono im Blätterwald. Tja, meinerzeit waren solche unglaublichen Attentate, wie “auf Pornobilder aufmontierte Lehrerköpfe” und im “Internet veröffentlichte Rufschädigungen” noch undenkbar – wozu auch? Schliesslich konnte man die Herren Altphilologen Samstag Nachts noch in persona im “Etablissement” antreffen und notfalls haben wir halt einfach Spraydosen zur öffentlichen Meinungsabgabe benutzt – nicht eben legal, geschweige denn die “feine Art”, aber damals hatten die Teachers halt noch kein Internet zum öffentlichen Herumjammern. Wenn ich mir dagegen diese Schlappschwänze heutzutage anhöre, dann überfällt mich zum allerersten mal der seltsame Wunsch, für einen Tag wieder in der Schule zu sitzen.







