Der DurchschnittsDAU hat einen geklauten Photoshop, hält sich für einen Grafiker, weil er ein paar (geklaute) Photoshop-Filter hat, stellt PSDs ins Netz, weil er die ja mit dem IE “aufbekommt” und peilt nicht, dass es Unterschiede zwischen den Formaten gibt. Wenn man ihm dann mal vorsichtig erklären will, wo der Unterschied zwischen TIFF, JPEG, GIF, BMP und PSD liegt, glaubt er, das trifft auf ihn nicht zu, weil er ja XP und Photoshop hat und hört weg. Das nächste Mal schickt er Dir dann wieder Fotos als PSD und Vektorgraphiken als JPG.
Für Besserungswillige – in Kurzform:
BMP und TIFF sind unkomprimierte Formate – ideal für Weiterverarbeitung (BMP, veraltet) oder Druck (TIFF). JP(E)G ist ein Format, das speziell für Fotographien gedacht ist. PSD sollte nie zum Datenaustausch verwendet werden, sondern ggfs. die einzelnen Ebenen in Grösse des Geamtbildes als TIFF, JPG, PNG oder SVG exportieren, in ein ZIP packen und dann verschicken.
GIF bzw. PNG sind komprimierte Formate und unterstützen Transparenz – sie sind gedacht um Logos und Strichzeichnungen mit harten Kontrasten und unregelmässigen Konturen (vor allem Logos) ins Netz zu bringen. Zur Weiterverarbeitung sollten sie aber möglichst unkomprimiert und im RGB-Farbraum bleiben. Für’s Internet komprimiert man diese Formate und wählt einen indizierten Farbraum.
GIF ist inzwischen eher obsolet. Stattdessen sollte PNG benutzt werden – allerdings hat eine gewisse Firma aus Redmont es in 20 Jahren nicht geschafft, den freien und offenen PNG-Standard richtig zu implementieren. Mit dem IE7 soll es aber besser geworden sein…
Sehr genau steht das alles im “Definite PNG Guide”. Hier gibt es das (freie) eBook zum Download. Wer das gelesen hat, ist definitiv kein Grafik-DAU mehr – und darf gerne die Unzulänglichkeiten dieses kurzen Abrisses verbessern.
Hier findet sich eine ganz (und recht schnell) lesbare, vertiefte Übersicht mit Bildbeispielen. Auch die Wikipedia hat einen sehr guten Beitrag zum Thema “Bildkompression” auf Lager.
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