Data-Mining von unten: Der Wikipedia-Scanner

Konzerne, "Dienste" und politische Organisationen versuchen, teilweise im grossenStil, ihr Image durch die Manipulation von Wikipedia-Einträgen aufzubessern. Prominente Beispiele sind etwa der Wahlmaschinenhersteller Diebold, der 2005 kritische

Passagen über seine -nunmehr erwiesenermassen- unzureichend gegen Wahlbetrug gesicherten Wahlcomputer entfernen liess, (siehe Wired) Politiker auf der ganzen Welt, die selbst "nachbesserten" oder dies von Berufsschleimern aus PR und "Jugend"organisationen erledigen liessen - oder gar der Wikipedia-Gründer selbst, der zugab, in einer "Eitelkeitsspirale" seinen eigenen Eintrag geschönt zu haben.

Gegen das organisierte Wikipedia-Klittern gibt es nun ein webgestütztes Data-Mining-Werkzeug, den Wikiscanner, der die freie Online-Enzyklopädie unter anderem gezielt nach IP-Nummern, Nummernblöcken, oder gar den bekannten IP-Adressbereichen von Organisationen und Firmen durchsucht. Dies geschieht prinzipiell ganz zur persönlichen Erleuchtung; wer jedoch glaubt, auf Interessantes gestossen zu sein, darf seine Erkentnisse gerne selbst, oder in einem eigens beim US-Magazin Wired eingerichteten Blog veröffentlichen.

Update: einen weiteren, sprachdeutschlichen Artikel dazu gibt's inzwischen auch bei Heise
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