Aus dem Privatleben wichtiger Leute

Das gesamte, brütend heisse Wochenende habe ich in einem in der sengenden Sonne stehenden Bürocontainer verbracht, wo ich mit Schwitzen, AutoCAD, noch mehr Schwitzen und diversen Evakuierungsplänen für ein ziemlich grosses Amphitheater beschäftigt war (Bloss keine Witze mehr über Bushido und Bombendrohungen. Ich kann echt keine mehr hören!) Als ich so gegen fünf Uhr nachmittags den letzten Plot ‘rausgelassen und alibimässig noch ein bisschen darüber herumgeschwitzt hatte, habe ich nicht ganz im Unerst gesagt: “Ich gehe jetzt nach Hause. Tagsüber! Damit die Leute glauben, ich hätte ein Privatleben”, habe mein Notebook gesattelt und mich auf den Heimweg gemacht.

Ich war noch nicht um die nächste Ecke, da trötete schon mein Händy. Ich möge schnurstracks wiederkommen und bis zur Deadline keine solchen hinterhältigen Fluchtversuche mehr unternehmen – jeder hatte angenommen, das wäre eines meiner sarkastischen Spässchen gewesen. Aber ich glaube, ein bisschen hat es den Nerdkollegen schon imponiert, dass ich womöglich wirklich ein Privatleben besitze…

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