Das Internet ist schuld!

Von Politikern. die nicht wissen, wie ein Browser aussieht, aber sich zu ausserhalb jeder Kritik stehenden  Experten zur Abwehr jeglicher “Gefährdung”, die da im Internet dräuen könnte, erklären, hat man inzwischen leider mehr als genug hören müssen. Aber auch in anderen Fach- und Interessensgebieten, sogar unter wissenschaftlichen Autoren scheint komplette Ahnungslosigkeit bezüglich der gesamen Thematik kein Grund zu sein, nicht besonders viel, laut und nachdrücklich zu krakeelen, wenn es nur gegen das “böse” Internet und dessen verheerende Auswirkungen geht. Insbesondere dann, wenn beim Schreiber die Furcht regiert, besagte Auswirkungen könnten den eigenen Geldbeutel treffen: Das Erschreckendste am Angriff der Ahnungslosen (Telepolis) ist nicht, dass derzeit aus allen (konservativen) Kanälen gegen das Internet -und damit grösstenteils direkt gegen Meinungsfreiheit, die Freiheit von Kunst und Wissenschaft und für das Zurückdrehen der Zeit- gehetzt und gewettert wird, sondern die blanke Ahnungslosigkeit der Diskutanten von der Materie. Dabei muss es nicht um typischen Nerd-Kram gehen, nicht einmal um technische Themen:  selbst die seit Jahrzehnten unverändert geltenden Grundlagen des Urheberrechts scheint der Grossteil der Autoren nicht einmal annäherungsweise zu kennen.

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