Im Prinzip kann man Rechenoperationen auch an verschlüsselten Daten vornehmen. Das würde den Dienstleister daran hindern, aus Ihren Daten noch weiteren Nutzen zu ziehen.
So freundlich und präzise, wie der Krypto-Pionier und einstige Sun-Sicherheitschef Whitfield Diffie das Problem mit dem verteilten Rechnen und den mitverteilten Daten formuliert, bekommt das so schnell wohl niemand hin. Aber von all den vertrauensseligen Zeitgenossen, die ihre Adressbücher, Terminkalender (zugegeben, meiner steht auch im Netz, aber eben nur der mit den öffentlichen Veranstaltungen), Spreadsheets und sogar Postfächer Diensten anvertrauen, die sie ganz offen nach Schlüsselbegriffen durchsuchen und entsprechend verarbeiten, wird das wohl sowieso keiner lesen. Ebensowenig, wie jemand von den Vollpfosten, die treudoof andere Leute auf Fotos in “sozialen” Netzwerken identifizieren, ohne zu begreifen, dass sie damit militärische Bilderkennungsprogramme trainieren und damit mehr oder weniger Zielschablonen ihrer Freunde für Aufklärungs- und Killerdrohnen anfertigen. Das wirkliche Problem dabei ist bekanntermassen jenes, dass man sich noch nicht einmal selbst an derei Blödsinn zu beteiligen braucht, sondern, dass es genügt, jemanden zu kennen, der “trigger-happy” durchs virtuelle Universum sieht und fragwürdigen (für die Definition von “fragwürdig” einfach mal die Datenschutzerklärung von z.B. Facebook lesen) Diensten empfangene Mail und geknipste Photos anvertraut. Womit auch die weniger kurze und freundliche Version der selben Aussage ausgesprochen wäre. Die erst recht niemand liest. Sollte duch jemand ein schlechtes Gewissen bekommen, oder sich zum harmlosen Freizeitanarchisten berufen fühlen, darf er ruhig gelegentlich mal durch die einschlägigen Communities strolchen und ein paar Strassenlampen oder Verkehrsschilder als bekannte oder weniger bekannte Persönlichkeiten “identifizieren” – um Dummheit mit Intelligenzverweigerung zu bekämpfen, sozusagen.
(via Technology Review)
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