Eine (trendigerweise) sehr dubbige Angelegenheit ist sie geworden, die neue EP vom Taschenrechnermusikanten. Hat der nicht eigentlich immer Minimal Techno gemacht? Aber auch, wenn ich solchen allzu modischen Stilwechseln für gewöhnlich schwerstens misstraue, erkennt man den von früheren Releases gewohnten Stil -nach dem ersten Schrecken über die kaputte Bassdrum, bei der jeweils der dritte Schlag in fast jedem Takt fehlt
, ganz eindeutig. Ziemlich “deep” (und das lobenswerter Weise schon lange bevor Deep hip wurde), sehr gelassen bzw. getragen, nach wie vor bereits im Ansatz minimalistisch (das ändern auch die überzähligen [gedubbten] Snares nicht), ein bisschen düster-melancholisch. Fazit: Für Dub gar nicht mal schlecht – nur kann ich Dubstep und das ganze andere “Two Step”-Geholpere halt nun mal nicht packen. Allen anderen, denen es nichts ausmacht, wenn sich das “anhört, als ob jemand die Schiessbude umwirft” (Heiko AKA HiEnergy) darf es ruhig uneingeschränkt gefallen, ich muss dagegen bemerken, dass selbst bei diesem eigentlich sehr gelungenen Release, meinem Misstrauen gegen trendige Stilwechsel nicht so einfach beizukommen ist. Vielleicht waren aber auch die drei Tracks der EP einfach zu wenig, um es zu beschwichtigen.
(via Deepgoa)
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