apt-get -t unstable, /dev/sdb1 und growisofs

drei weitere Wege sich unter Linux (nicht) ins Bein zu schiessen.

Erstens: Auf ein tausendfach bewährtes
$ apt-get -b source -t unstable snort-mysql
erfolgt erstaunlicherweise nicht der Versuch, das Paket "snort-mysql" (oder irgend ein anderes) aus dem unstable-Zweig zu holen und zu compilieren, sondern die -wirklich exotische- Fehlermeldung
E: The value 'unstable' is invalid for APT::Default-Release as such a release is not available in the sources
Obwohl /etc/apt/sources.list die richtige Quelle aufweist und in /var/lib/apt -scheinbar- auch der Release-Index liegt. Die Lösung: Zwar ist das Repository für die Sourcen von Debian "unstable" in der /etc/apt/sources.list eingetragen (sollte doch eigentlich reichen, wenn man nur in Einzelfällen mal ein Quellpaket aus unstable holt, die regulären (binären) Pakete aber aus "testing", oder?) aber nicht das für die fertigen Pakete. Seltsamerweise reicht das aber nicht. Entweder "nicht mehr", oder der Stadard-Eintrag für unstable wurde versehentlich aus der sources.list geworfen:
deb-src http://ftp.de.debian.org/debian/ unstable main contrib non-free
deb http://ftp.de.debian.org/debian/ unstable main contrib non-free

sollte es wieder richten.

Zweitens: Harte Nuss - auf zwei hardwaremässig vollkommen identischen Rechnern, mit identischen Betriebssystemen (von ein und dem selben Debian-Stick installiert) mountet einer keine USB-Sticks. Weder automatisch, noch über Tricks, wie Mount-Applet im Panel. Fehlermeldung "could not mount device ..." - wie bei unformatierten HDDs oder unbekannten Filesystemen. Nur USB-Laufwerke sind betroffen und nur auf einem Rechner. Beim anderen geht's tadellos. WTF?
Wie gesagt, eine harte Nuss: die beteiligte Hardware war -wider Erwarten- vollkommen in Ordnung. Nur wurde beim einen Rechner der USB-Stick mit dem Installer fälschlicherweise automatisch in die /etc/fstab eingetragen. Und zwar -weil auf dem Stick ein ISO-Image war- als ISO-Filesystem (iso9660). Auf normalen USB-Sticks ist aber FAT32 und auf USB-Festplatten meistens ebenfalls FAT oder NTFS. Da der Volume-Daemon kein ISO findet, obwohl in der fstab eines eingetragen ist, meldet er korrekterweise, dass er das Dateisystem nicht einhängen konnte.
Lösung: den Eintrag in der /etc/fstab für das (normalerweise) zweite Blockdevice (/dev/sdb1) korrigieren und anstatt iso9660 "auto" eintragen.

Drittens: nur ein kleiner Tip, zum DVD Brennen mit growisofs:

growisofs -dvd-compat -Z /dev/sr0 -J -R -V NAME_DER_DVD path/to/data
Die Option "-V VOLUME_ID" steht nämlich nirgends in der Manpage oder sonstwo - und es ist doch auf die Dauer ziemlich nervig, wenn alle Datenträger "CD-ROM" oder "" heissen.

About Tom

Der Autor weiss nicht nur (hinterher) alles besser, er ist auch seit einigen Jahren sowohl als Live-Act, Producer und VJ und noch etwas länger als Gitarrist und Bassist unterwegs. Was Computer betrifft, musste er seine ersten Programmchen noch in CBM-BASIC und 6502-Assembler verbrechen...
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