“Retrodelic” – ein etwas über einstündiger Set vom Progmeister selbst. Die erste halbe Stunde bietet für meinen Geschmack etwas viel unmelodisches Geräuschgesample und wenig “Flow”, aber die derzeitigen Hörgewohnheiten im Psy scheinen das wohl so zu verlangen. ((Würde mich interessieren, wer vorher dran war.)) In der zweiten Hälfte nimmt der Set dann allerdings schon eher Fahrt auf…
…insbesondere scheinbar, wenn der andere DJ ich bin.Oh #*&%$! Ich glaube, ich habe bei fast keinem meiner Gigs auch nur einen einzigen der aufgezählten faux pas ausgelassen: Sehr, sehr intererssanter Artikel über DJ-Etiquette bei DJ-Tech Tools. Pflichtlektüre für mindestens teilweise abgehobene Nerds, die von Zeit zu Zeit massiv mit der Aussenwelt konfrontiert werden. Besonders aufschlussreich: das Kapitel [How To Deal with] Club Owners. So etwas in der Art hatte ich wirklich befürchtet…
Dabei -und da können sich glaube ich mindestens 50% meiner Live-Act Kollegen an der eigenen Nase packen- sind meine Umgansformen im Normalfall absolut salonfähig. Nur, gestresst nach x-Hundert Kilometern Fahrt, mit einem 19″-Rack unter dem Arm, im dunklen, lauten Club und mit viel zu wenig Zeit und Platz, seinen Set vorzubereiten, kann’s schon mal anders aussehen… (via Ektoplasm)
Free Techno – Finest Selection Vol. I Bittorrent (böse! ) aus der Pirate Bay (ganz böse!) garantiert kein Kommerzschrott von den Grossen Fünf Labels (nett!), aber diverse meiner ganz persönlichen Faves (Dosem, Bob D., Isma Serano… [sehr gut!]) und sogar ein Track von mir (woohoo!!). Und das, obwohl ich absolut nichts mit der Auswahl oder dem Uploader zu tun habe. Zumindest nichts, wovon ich wüsste.
Achja, meine Meinung als leibhaftiger Urheber von Inhalten, die ohne mein Wissen auf Pirate Bay auftauchen: Denkt doch mal an die Wirtschaft! Also runterladen – und das gesparte Geld versaufen!
Update: Aufgrund relativ unsinniger Querelen gibt es den Originaltorrent wohl zumindest auf dem Tracker von TBP nicht mehr. Auf dem Tracker von OpenBT allerdings schon. Eine aktualisierte Torrent-Datei liegt hier. Ich weise darauf hin, dass es sich dabei nach meinem besten -und in diesem Fall auch ziemlich fundierten- Wissen und Gewissen um vollständig legale Inhalte handelt. Es darf also ruhig reshared/geseeded werden. Filesharing ist nämlich nach wie vor kein Verbrechen.
Das gibt es auch noch: Einfach nur Psytrance. 145bpm 4/4 auf die Glocke und Basslines, die einen Toten aufwecken würden. Back To Goa. (direct download) (via)
Wirklich tief (wie in “Deep Techno”) in den Montag Morgen und gleich noch mit einem Bein über den Atlantik (und ich glaube auch über den Äquator – oder verwechsle ich da Argentinien mit Chile? Und macht das vom Breitengrad her überhaupt einen Unterschied?) geht’s heute mit “We Made Contact”, einer Kollaboration spanischer und argentinischer Elektoniker – die lustigerweise ihre Audiofiles einen Steinwurf von hier, bei Soundcloud veröffentlichen. Die Welt ist eben doch ein Dorf…
Remixe werden ja generell gerne mal gescholten. Nicht immer zu recht, wie ich meine. Als nettes Gegenbeispiel lässt sich die “Mad People”, die erste EP von Seph Vier, anführen, die, wie auch die aktuelle EP, aus einem Originalmix und drei Remixes bestand. Nun sollte man meinen, als soeben mit dem Debut gut etablierte Deep-House Formation aus dem trendigen Mexico könnte man angesichts der gerade aufgelaufenen Deep-House-Welle momentan praktisch nichts falsch machen. Leider weit gefehlt – und daran tragen noch am wenigsten die Remixer schuld, obwohl auch die sich nicht gerade mit Ruhm bekleckerten. Irgendwie kommt die aktuelle EP “Anasus” nicht wirklich in die Gänge. Der Originalmix tappert mit müdem Elektronengeorgel zwischen eher diffusen als “deepen” Latin-Rhythmusfragmenten herum, als wäre ein Eimer Tequila zwischen die Takte (bzw. zwischen Monitor und Produzentensessel) geraten. Die drei Remixes klingen ziemlich bemüht, nicht alles noch schlimmer zu machen. Was auch nur dem dritten halbwegs gelingen will. Kein Vergleich zur ersten, aber was soll’s einen Track kann man schon mal verhunzen. Aber nur einen, bitteschön… (via DeepGOA)