GRUB: Nach Upgrade kein Boot, nur Rescue Shell?

grrwau!

Das ist  eine lustige Angelegenheit. Besonders, wenn man LVM und Vollverschlüsselung über mehre Festplatten hat. :( Aber auch das lässt sich lösen

 

Debian/testing: Nach einem apt-get upgrade funktionierte GRUB nicht mehr sondern das Prompt von GRUB-Rescue erschien. Die Fehlermeldung war etwas sehr Dubioses mit TERMCOLORS und irgend einem Modul - da waren wohl die Defaults zweier verschiedener Versionen durcheinandergeraten, Vermutlich kann man sein System von aus der Rescue-Shell aus wieder bootbar bekommen - ich habe das aber noch nie geschafft. Mit einem "richtigen" GRUB dagegen schon. Daraus folgt Punkt 1:

  1. GRUB stage 1 wiederherstellen:
    1. Live-System (Knoppix, Debian Live oder dergleichen) booten
    2. /boot einhängen (mount /dev/sda1 /boot; grub-install /dev/sda)
    3. wenn die Bootoptionen etwas weniger vermurkst waren, als bei mir, dann könnte das System jetzt schon wieder booten. Falls nicht:
  2. Das System von der Grub-Shell aus booten:
    1. Jetzt sollte die Maschine zwar GRUB Stage 1 ausführen, kommt aber nicht weiter: Also basteln wir uns eine Bootsequenz:
      kernel /vmlinuz-3.17.0 root=/dev/mapper/VOLGROUP-LV_ROOT (entsprechend wirklicher Kernelversion und dem Pfad des Volumes anpassen. Bei Debian mit LVM* ist das normalerweise /dev/mapper/RECHNERNAME-root.
      initrd /initrd.img-3.17.0
      boot
      (Auf Holz klopfen. Wenn nichts geht, stimmt wahrscheinlich der Pfad für die root-Partition nicht!)
  3. Wenn die ?iste gebootet hat, GRUB nochmal richtig installieren.

*) ohne LVM wäre das ein simpler Gerätepfad, /dev/sda3 oder dergleichen.

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Erdbebenwarnung in Mitte

Erdbebenwarnung in Berlin Mitte: Wirtschaftsminister Gabriel (ca. 5t) wird dort mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit noch vor Freitag umfallen.

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VARTA nicht mal was?

XM366 key assigner

Photo: AX11

In der Telepolis beklagt gerade ein Artikel die Tatsache, dass jetzt zwar Elektroautos in Deutschland gebaut werden, aber die Batterien samt und sonders importiert werden. Ausser Samsung hat wohl niemand mehr das nötige Know-How - obwohl genau das lange Zeit eine absolute Domäne hiesiger Firmen war.

Da muss ich wohl auch ein Anekdötchen beisteuern, das gerade gut zum Thema passt: Ende der 1970er bis Anfang der 1980er Jahre rollte die letzte Generation massenhaft gefertigter -und endlich auch einigermassen erschwinglicher- Analogsynthesizer vom Band. Namentlich Instrumente, wie die legendäre Roland Juno oder die Korg Polysix, die damals natürlich noch nicht als "Analogsynths" vermarktet wurden, denn die digitale Revolution kam erst kurz darauf mit Yamahas DX-Serie, die den vergleichsweise vorsintflutlich anmutenden Analogen dieser Ära ein jähes Ende setzte. Continue reading

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Wie man einen Geschirrspüler lädt

Schritt 1: "Möglichst schlecht."

Comic: Oatmeal - Anklicken! Geht noch weiter...

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Kleines Einmaleins der Schalldämmung für Paranoiker (und alle Anderen)

Bild: Wikipedia

Bild: Wikipedia

Weil ich gerade einmal wieder über allerhand gut gemeinte, aber bestenfalls halbrichtige Tips zur Schalldämmung, sei es für Mobiltelefone (hier als klassische "Wanzen" benutzt), sei es für Audioanlagen oder einfach generellen Krawall, stolpere, möchte ich mal mehr oder minder autoritativ ein paar Kleinigkeiten zu den eigentlich simplen, aber kaum bekannten (bau-)physikalischen Grundlagen klarstellen:

  1.  Gegen Schall hift nur eines: Masse.
    So einfach zu begreifen, wie schwierig auszuführen. Nur eines bekommt die bösen (Luftschall-)Schwingungen wirklich klein und das ist Masse. Auf Oberflächen von Planeten auch mit Gewicht gleichzusetzen. Schwer dämmt gut. Punkt. Damit dürfte auch gleich alles über "Schalldämmungen" aus Schaumstoff, Eierkartons oder Styropor gesagt sein. Vollkommen für die Katz. Glas, Stahl, Beton, Blei, Gummi sind da schon eher Materialien der Wahl. Insbesondere (stärkeres) Glas zeichnet sich durch relativ hohe und homogene Masse (ca. 2.800 kg/m³) , hervorragende Lichtdurchlässigkeit und gute Handhabbarkeit aus. Glastüren sind eigentlich das Non-Plus-Ultra im Studio und ein dickes Glasgefäss die sehr viel bessere schalldichte Kammer für's Händy, als die bei Fefe zitierte (und akustisch unbrauchbare) Thermoskanne. Noch viel besser sind zwei Einmachgläser in unterschiedlicher Grösse mit Sand -gleiches Material (SiO), wie Glas, fast so dicht, billig wie eben Sand-  zwischen den Gefässwänden. Wichtig dabei ist, dass die Gefässwände sich keinesfalls direkt berühren dürfen! Womit wir bei Punkt zwei wären:
  2. Schallbrücken vermeiden.
    Schall sind bekanntermassen Schwingungen in der Luft. So einfach ist das! Deshalb stimmt es auch nicht. Schall wird genauso von Wasser, Helium, Schnüren zwischen Blechdosen, bzw. von allen (möglichst homogenen) Materialien weitergeleitet. Im hier relevanten Fall spricht man von Körperschall (fälschlicherweise "Trittschall"). Dafür sind praktisch immer Schallbrücken verantwortlich: Schliesslich sprechen wir eher selten, wenn unsere Stimmbänder von Wasser, Quecksilber oder Beton eingeschlossen sind. Also braucht es ein Medium, welches den Schall aus der Luft, die uns aus der Quasselöffnung entweicht, auffängt und in ein anderes überleitet - die Schallbrücke. Deren Prinzip ist leicht anhand einer praktischen Anwendung zu erklären: dem Körperschallmikrofon. Im einfachsten Fall schlägt man dazu einen Nagel in die Wand, befestigt ein (Kondensator-)Mikrofon am Kopf, hängt einen Verstärker samt Kopfhörer dran und hört in schönster Qualität ab, was im Nebenraum auf der anderen Seite der Wand so passiert. Der Nagel ist hier der Idealfall der Schallbrücke: er sitzt formschlüssig in der Wand und kann selbst etwas schwingen, also überträgt er wunderbar auch leichte Schwingungen der Wand. Wenn man statt des Mikrofons mit Verstärker eine Rigipsplatte dranhängt und die -genau wie den Nagel- nicht akustisch entkoppelt, erhält man den häufigsten und nervigen tatsächlichen Fall einer Schallbrücke: Murks am Bau. Mit all den bekannten Folgen "hellhöriger" Bauten. Vermeiden lässt sich so etwas mittels akustischer Entkopplung durch Hülsen, Ringe oder Polster aus Gummi oder Neopren.  Jedenfalls etwas, worin sich die Körperschallschwingungen totlaufen können. Hier sind zur Abwechslung auch mehrschichtige oder heterogene Materialien gut, die durch eine Vielzahl von Materialübergängen helfen, den Schall zu diffundieren und abzudämpfen.

Fazit: Ein Bleikasten, ein umgestürztes Aquarium oder ein Tresor, in gewissen Grenzen auch ein Kühlschrank oder eine Mikrowelle (Glas-/Stahlgehäuse) geht in Ordnung. Thermoskannen, Handtücher und Kochtöpfe sind, zumindest akustisch betrachtet, keine gute Idee. Ein Schnellkochtopf voller Sand wäre schon etwas anderes.

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Soundcloud, wo man Sound klaut

Schon dieser arme Kerl wurde im Auftrag von UNIVERSAL aus Leichenteilen zusammengeklaut. Heute hält man sich eher ans Lebendige.

Schon dieser arme Kerl wurde im Auftrag von UNIVERSAL aus Leichenteilen zusammengeklaut. Heute hält man sich eher ans Lebendige.

Eigentlich sollte ich mich über Frechheiten wie diese hier masslos ärgern, da ich mir ziemlich sicher bin, nichts in der Art von "Dritte können beliebig und unbegründet meine Files oder meinen (bezahlten) Account löschen, ohne mich auch nur zu benachrichtigen, wer und was dahintersteckt", abgenickt zu haben.  Aber bei Soundcloud wundert mich im Grunde gar nichts mehr. Ausser vielleicht der anhaltend debilen Selbstverliebtheit, mit der das hauseigene PR-Blog Home-Stories und B-Promiklatsch absondert.

Wenn man der verlinkten Story glauben darf -und ich habe da wenig Zweifel- können mindestens Universal usergenerierten Inhalt (den die User nicht nur selbst hochstellen, sondern -um in den Genuss halbwegs brauchbarer Quoten und Features zu gelangen- auch ganz ordentlich dafür bezahlen) nach Gutdünkten löschen, ohne, dass darüber auch nur Prorokoll geführt würde. Weder Soundcloud, noch natürlich deren gelackmeierte Kundschaft erhalten irgendwelche Auskunft oder Rechtfertigung darüber, der letztere ist im Zweifelsfall dann eben auch noch seinen Account los.

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Würde mir bitte jemand den Kopf abschlagen?

Ich bin soeben auf der Suche nach der Definition von ÖWI versehentlich in ein "wirtschaftswissenschaftliches" Forum geraten und habe mir dort mehrere Sinnsprüche vom Kaliber "Visionäre haben keinen Plan - aber Realisten haben keine Visionen" eingefangen. Ich befürchte, dass diese bereits durch die Netzhaut eingedrungen sind und sich über den Sehnerv in mein Gehirn hangeln. Jedenfalls verspüre ich Augenbrennen, zunehmende Taubheit des Vorderkopfes und aus meinem rechten Ohr wächst ein mittelgrosser Gummibaum...

Ernstgemeinte Zuschriften an dieses Blog.

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