Jamendo Artist Widgets

Lange wird es das hier nicht zu sehen geben, denn ein 450×328 Pixel grosses Widget passt weder in eine Sidebar noch sonstwohin. Angesichts der völlig bekloppten Farbgebung des Widgets ist das wohl auch kein grosser Verlust. Andererseit wieder schade, denn die Funktionalität, Lesbarkeit und die Auswahl der eingebundenen Information wäre gar nicht schlecht gelungen. Aber scheinbar hat man bei Jamendo gerade mal ein Skin für Myspace (der einzige Ort, den ich kenne wo dieses Format hinpassen könnte) entwerfen lassen und sonst nichts. Und da es auch noch in Flash ist, kann man auch nicht einfach mal das Stylesheet austauschen…

Zweimal das Netz retten

Erstens: Es gibt mittlerweile eine offizielle Petition zur Erhaltung der Netzneutralität. Da NN ein -auf den ersten Blick- sehr technisches Problem ist, wird sie wohl kaum zum Lieblingsthema der ungewaschenen Massen avancieren. Will sagen, wer diese Petition  mitunterzeichnet wird sich wohl kaum unter irgendwelchen Querulanten oder Dauerbetroffenen wiederfinden, falls das ein Grund für jemanden ist, ansonsten keine Bittschriften zu unterzeichnen. Solche Snobs soll es ja geben :)

Ich kann trotzdem nur jedem empfehlen, sich wenigstens rudimentär mit der Thematik auseinanderzusetzen, denn dem Zugang zu ungefilterter Information wird im immer noch herandräuenden Informationszeitalter geradezu faustische Bedeutung zukommen. “Des Pudels Kern” könnte in einem nicht neutralen Netz, je nach Provider und Geldbeutel, nämlich sehr unterschiedlich aussehen.

Zweitens: Censor Cheap ist ein unaufdringliches, kleines Plugin für Mozilla Firefox. Es sendet Informationen über DNS-Anfragen und deren Antworten nach Hause. Das wäre im Normalfall natürlich böse (und entspricht, nebenher gesagt, genau dem, was die umstrittene Voratsdatenspeicherung ständig bei jedem tut, auch beim Telefonieren, Sie kommunistische Quasselstrippe!) hier aber werden die Daten vollständig anonymisiert und die Antworten der jeweiligen Nameserver miteinander verglichen, um Zensurversuche aufzuspüren und gegebenenfalls darum herumzurouten. Der Gedanke dahinter ist so einfach, wie genial und die bald zu erwartetnden statistischen Ergebnisse aus dem Testbetrieb des Plugins und der dahinterliegenden Crowdsource-Anwendung könnten hochinteressant werden. (via Netzpolitik)

Deep Into Monday Morning: Ace Ventura

Ace Ventura – Retrodelic vol.1 by Schatsi

“Retrodelic” – ein etwas über einstündiger Set vom Progmeister selbst. Die erste halbe Stunde bietet für meinen Geschmack etwas viel unmelodisches Geräuschgesample und wenig “Flow”, aber die derzeitigen Hörgewohnheiten im Psy scheinen das wohl so zu verlangen. ((Würde mich interessieren, wer vorher dran war.)) In der zweiten Hälfte nimmt der Set dann allerdings schon eher Fahrt auf…

Die schreckliche Wahrheit über Linux und seine Benutzer

Image: linuxtrends.org

Schlimm, schlimm… Unglaubliche 57% aller Linux-Einsteiger kommen, wenn man dieser Statistik glauben will, auch nach vier Jahren nicht über das Larvenstadium (Ubuntu) hinaus, immerhin 8% finden auch 2010 den Weg zur WAHREN DISTRIBUTION, der Rest verfällt  Ketzerei, Sektierertum (Suse, Mandriva) oder der geistigen Umnachtung (Fedora). Über xyBSD gibt es leider keine Statistik. AFAIK nutzen derzeit jedoch zwei der insgesamt vier BSD-User OpenBSD, die übrigen zwei trollen derzeit von Bibliotheksrechnern aus auf Mailinglisten herum. (via Slashdot)

Das Märchen vom “abhörsicheren” Skype

phone

Image: Open Clipart Org

Wieviele Posts habe ich schon mit  “wenn ihr’s mir schon nicht glaubt” angefangen? Ich sollte mir mal einen griffigen Tag oder eine eigene Kategorie dafür einfallen lassen. (Vorschläge, die nicht “Mythbusters” oder “[Onkel|Tante] Toms Märchenstunde” heissen, willkommen.)

Alle logischen oder empirischen Argumente, wie dasjenige, dass man einer Verschlüsselung, über die man nichts weiss, auch nicht vertrauen kann, oder dass  “Security By Obscurity” bisher noch nie gehalten hat, sind erfahrungsgemäss für die Katz’. Probiert wird’s unverständlicherweise trotzdem immer wieder und gerade beim Thema Skype kommen die absurdesten  Vorstellungen hervor. Kurzer Rede langer Schluss: Skype lässt sich abhören. Punkt. Wie das geht, ist übrigens längst bekannt – auch, wenn ich vermute, dass das mittlerweile auch einfacher geht. Selbst, wenn dem nicht so wäre, gehört die beschriebene (Holzhammer-)Methode längst zum Standardrepertoire Cyberkrimineller. (via Netzpolitik)

Oracle lässt Openoffice fallen

Nun sieht es ganz so aus, als hätten sich die Unkenrufe der schlimmsten Oracle-Hasser (zu denen ich mich bisher nicht zählte, aber langsam wird ‘s…) bestätigen, die vorhersagten, Oracle würde, sowie der Deal genehmigt sei, den Schafspelz ablegen und über die -in Wahrheit verhassten- Linuxfrickler samt der missliebigen Konkurrenten MySQL und Postgre herfallen, wie Gargamel über ein Rudel betäubter Schlümpfe.   Dass dabei jedoch sogar das prestigeträchtige Open Office abgewürgt würde, hätten die wenigsten geglaubt – inzwischen weisen allerdings -auch, wenn es noch kein offizielles Statement von Oracle gibt- alle Zeichen darauf hin, dass Oracle nahezu alle GPL/OSS-Projekte aus Suns Nachlass auflösen oder in Bezahlware umzuwandeln plant. MySQL wird es in der alten Form bekanntlich nicht mehr geben – allerdings wird die bisherige Basis von MySQL als MariaDB unabhängig von Oracle weiterleben. Für OOo und OpenSolaris scheint die Stunde jedoch geschlagen zu haben – denn wer sich der Weiterführung des Riesenprojektes Open Office annehmen soll und inwiefern  Star Office weiter existieren wird, steht völlig in den Sternen. Letzteres halte ich für unwahrscheinlich, ersteres ohne den Rückhalt von Sun, oder schlimmer, mit von Oracle unklar belassener Rechtslage und dem potentiellen Damoklesschwert möglicher Klagen von Oracle oder MS über dem Kopf für ein äusserst riskantes Unterfangen. Die einzige Firma, deren Schultern breit genug dafür wären dürfte wohl IBM sein.  Die hätten allerding mit MS und Oracle wohl ohnehin noch das eine oder andere Hühnchen zu rupfen…

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Ein wenig direkt, aber

anxiety

…durchaus lustig. (xkcd) und im Gegensatz zu anderen Versuchen, das gleiche Thema zu karikieren, verständlich.

Initiative pro Netzneutralität

netzneutralität

Im Allgemeinen bin ich eher skeptisch, was die -teilweise inflationären- Online-Initiativen, -Petitionen und was-noch-alles betrifft. Bei der Initiative pro Netzneutralität mache ich allerdings -ungeachtet ihres bekloppten Namens- eine Ausnahme und rufe zum Unterzeichnen auf! Das Thema Netzneutralität dürfte tatsächlich sehr wenigen Leuten geläufig sein, was nicht zuletzt daran liegt, dass es eher komplex und schlecht mit zwei, drei Schlagworten zu erklären ist. Was jedoch nichts an seiner Tragweite ändert.  Kurz gesagt: Netzneutralität ist das Internet, wie wir es jetzt haben: Jede Website, Mail, jeder Torrent, Download und jede Kurznachricht werden von A nach B beförder, ganz egal, woher und wohin sie geht, oder welcher Art ihr Inhalt ist. Die Infrastruktur des Netzes verhält sich einfach neutral und transportiert Datenpakete, so wie das eben ihr Job ist.

In einem nicht neutralen Netz, so wie es immer wieder von gewissen Beutelschneidern und Ganoven Telekommunikationsunternehmen -und natürlich der allgegenwärtigen Unterhaltingsindustrie- vorgeschlagen wird, sähe das ganz anders aus: Grosse Portale würden extra Gebühren an die Netzbetreiber bezahlen (zusätzlich zu den Verbindungsgebühren, die wir Nutzer bereits bezahlen- und würden dementsprechen bevorzugt behandelt: zu deutsch Myspace und Google schnell, ax11.de und blog.xy langsam. Dazu natürlich: Bittorrent und VoIP gar nicht, Blödzeitung schnell, indymedia gar nicht – und in Datenpakete, die der zahlende Nutzer (aka “der Depp”) verschickt, sehen wir erst mal rein, ob wir das überhaupt befördern. So nicht, würde ich mal sagen! Also unterzeichnen!